Bündnisgrüne testen ÖPNV im Landkreis

Julian Klopfer (links) zeigt den Bündnisgrünen (von links nach rechts - Nicole Lehmann, Jule Kraft und Sebastian Karg) seinen Hof
Julian Klopfer (links) zeigt den Bündnisgrünen (von links nach rechts - Nicole Lehmann, Jule Kraft und Sebastian Karg) seinen Hof

Der Ortsverband der Region Crailsheim von Bündnis 90/Die Grünen war kürzlich mit Bus und Bahn unterwegs, um auszuprobieren, wie gut die Fortbewegung mit dem ÖPNV quer durch den Landkreis Schwäbisch Hall möglich ist. Dabei wurden die Honhardter Demeterhöfe und die Straßengalerie in Vellberg besucht. Zum Abschluss gab es ein leckeres Abendessen in Rot am See.
Treffpunkt war um 8.30 Uhr am ZOB in Crailsheim. Von da aus startete die Gruppe in ihren grünen Sonnenblumen-T-Shirts in Richtung Honhardt. Bei der Route mit dem Bus sind von Crailsheim nach Honhardt Umwege, beispielsweise über Randenweiler und Sandhof, in Kauf zu nehmen. Dafür werden Landschaft und Orte auf dem Weg aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer viel bewusster wahrgenommen. Die Fahrt dauert eine knappe halbe Stunde. In Honhardt angekommen ging es zu Fuß weiter auf die Demeterhöfe. Dort zeigten Julia Rupp und Julian Klopfer ihren Hof, den das Paar von Klopfers Eltern übernommen hat. Zu sehen gab es glückliche Kühe und Schweine, ökologischen Pflanzenbau und Blühstreifen. Auch zwei Kälber, die wenige Tage zuvor geschlüpft sind, wurden bestaunt. Rupp und Klopfer erläuterten, wie wichtig ihnen das Wohl ihrer Tiere ist, die viel Platz, bestes Futter und die Umgebung ihrer Artgenossen genießen. Ein Großteil der produzierten Kuhmilch wird zu Käse weiterverarbeitet und zu weiten Teilen im eigenen Hofladen, im Crailsheimer Biotop sowie auf den Märkten in Crailsheim und Ellwangen verkauft. Selbiges gilt für die Wurst der Demeterhöfe. Regionalität und eine regionale Vermarktung stehen bei den Honhardtern im Vordergrund. Zudem verdeutlichen sie immer wieder, welche Bedeutung das Gemeinwohl und der Artenschutz für sie haben. Nach der Beobachtung der Tiere erklärten Rupp und Klopfer die Fruchtfolge beim Pflanzenbau und welches Gemüse sie anbauen. Anschließend erhielten die Gäste frisch hergestellten Käse und extra geerntetes Gemüse zur Verköstigung.  
Kurz vor 12 Uhr steuerte die bündnisgrüne Reisegruppe als nächstes Ziel Vellberg an. Obwohl Honhardt und Vellberg keine 15 Kilometer voneinander entfernt liegen, nahm der Weg eine Stunde und 44 Minuten in Anspruch. Zunächst musste zurück nach Crailsheim gefahren werden. Mit dem Zug ging es weiter nach Eckartshausen. Nach 24 Minuten Wartezeit
fuhr ein Bus vom Bahnhof in Eckartshausen nach Vellberg. In Vellberg präsentierte Joachim Trick vom Kulturkreis Vellberg die Straßengalerie seiner Künstlerinitiative, die sich 2006 formierte, um die historische Stadt mit Kunstwerken zu beleben. Seitdem stellen jährlich Künstlerinnen und Künstler aus Vellberg und Umgebung unter einem bestimmten Motto Kunstobjekte in der Vellberger Innenstadt aus. 2021 steht die Straßengalerie unter dem Titel „LichtBlicke". Die sehr sehenswerten Kunstwerke sind noch bis zum 31. Oktober 2021 ausgestellt. Darunter ist Kunst von Barbara Langston aus Wittau, Gaby Rühling aus Gerabronn und vieler weiterer regionaler Künstlerinnen und Künstler zu finden. Joachim Trick schilderte bei einem Rundgang interessante Eindrücke über die Entstehung der ausgestellten Werke. Anschließend lud er seine Gäste auf Kaffee und Kuchen ein. Dabei entstand ein
lockeres politisches Gespräch bis sich die Bündnisgrünen in Richtung Rot am See verabschiedeten.
Die Fahrt mit dem Bus nach Schwäbisch Hall-Hessental und dem Zug weiter nach Rot am See dauerte insgesamt eine Stunde und 13 Minuten. In Rot am See stand zum Ausklang das Abendessen an. Danach fuhren die Bündnisgrünen mit der Bahn zurück nach Crailsheim, wo sie um 20.26 Uhr ankamen.
Dieser Ausflugstag mit Bus und Bahn, verbunden mit dem Besuch lokaler Akteurinnen und Akteure war für alle ein tolles und informatives Erlebnis. Das Tagesticket Plus des KreisVerkehr Schwäbisch Hall macht es möglich, kostengünstig den Landkreis mit dem ÖPNV zu erkunden. Voraussetzung ist jedoch eine genaue Planung , die sich an den Möglichkeiten des Fahrplans ausrichten muss. Spontane Änderungen sind kaum möglich, Flexibilität ist nicht gegeben. Schwierig, wenn nicht unmöglich, wird es, wenn jemand zu einer bestimmten Zeit an einem Ort sein muss. In ihrer Forderung nach einem ÖPNV-Ausbau mit mehr Linien und einer besseren Taktung sehen sich die Bündnisgrünen mit den gemachten Erfahrungen bestätigt.
Eine weitere ÖPNV-Tour des Ortsverbandes der Region Crailsheim von Bündnis 90/Die Grünen wird geplant.



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